Rückstellung der Lenkachsen beim LGB-Zweiachser


Jeder kennt das Problem bei den zweiachsigen LGB-Waggons mit der Geradeausfahrt nach einem Gleisbogen. Die leichten Wagen bewegen sich danach besonders im geschobenen Zustand mit schräg stehenden Achsen über das Gleis. Das sieht nicht nur schrecklich aus sondern die schleifenden Spurkränze bremsen den Zugverband auch gehörig. An den kritischen R1-Weichen entgleist  dann hie und da ein Waggon. Um dem abzuhelfen habe ich jeweils eine Rückstellfeder aus 1 mm Stahldraht in das Drehelement der Achsen eingebaut. Die Drahtstärke habe ich in Versuchen ermittelt. Der Draht ist stark genug, um nach der Kurvenfahrt die Räder gerade aus zu richten und so schwach, dass eine Auslenkung in  engen R1-Radien erfolgen kann.

Für die durchzuführenden Arbeiten ist es erforderlich, das Fahrgestell zu demontieren. Räder ausbauen, Rahmen abschrauben und Radlager entnehmen.

Der Einbau ist recht einfach. Man benötigt einen der Stahldrahtstärke entsprechenden Bohrer und wegen der besonderen Feinfühligkeit ein Bohrklöbchen.

 

Anhand der Bilder ist zu ersehen an welchen Stellen die Löcher in der Lenkachse und im Wagenboden gebohrt werden müssen. Auf eine gerade Flucht der Löcher parallel zur Wagenbodenmitte ist dabei unbedingt zu achten, sonst stehen die Achsen immer schräg.



 


Die Drähte werden in einer Länge von 80 mm mit einer Diamanttrennscheibe abgelängt. Wer einen entsprechend harten Seitenschneider  hat, kann den Stahldraht auch abzwicken.

 

Nun wird der Draht in die Bohrungen eingeführt, wo er sich meist so verklemmt, dass er nicht mehr herausrutscht. Eine Sicherung mit einem Tropfen Zweikomponentenkleber kann auch nicht schaden.

   
                Drahtmontage                                                                                     Gesamtmontage


Der nachträgliche Rückstellfedereinbau hat den Betrieb wieder etwas sicherer gemacht. Die Zugverbände rollen wieder leichter und die Waggons lassen sich in den Geraden sauber ankuppeln.



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