Für die Gestaltung im Gartenbahnbereich werden immer wieder Mauern benötigt. 

Ob als Stützmauer, als Hausmauer oder als Widerlager für eine Brücke.

Im folgenden ist eine einfache Art des Selbstbaues dargestellt.

 

 

 

Ausgangsmaterial für die beschriebenen Mauern ist Styrodur. Mit einem scharfen Messer, das an einem Metalllineal entlanggeführt wird, kann man die gewünschten Außenmaße herstellen.

Bestens bewährt hat sich für diese Arbeiten auch eine Bandsäge.

 

Nach dem Aufzeichnen der Längsfugen (zwischen ein und zwei Zentimetern) werden zwei, besser drei Schnitte durchgeführt. Der erste Schnitt geht der aufgezeichneten Linie entlang. Die beiden anderen werden im 45 Grad Winkel geführt. Für die Längsschnitte nehme ich gerne eine lange Klinge eines Teppichmessers (Achtung! Verletzungsgefahr).

Genauigkeit ist nicht unbedingt gefragt, da die Steine in der Natur auch sehr unterschiedlich sein können.

Dann werden die Querfugen aufgezeichnet. Die Größe der Steine ist nach eigenem Ermessen festzulegen.

Dargestellt ist ein regelmäßger Verband, es sind aber auch andere Verbände möglich.

  Es folgt wieder die 3 - Schritt - Methode. Auf dem Foto ist der 2. Schnitt zu sehen.Für diese Arbeit ist ein Skalpell gut geeignet.
   Die fertige Querfuge.
 

Und so sieht nach den Schnitten die ganze Mauer aus.

Wer einmal damit angefangen hat, kann gar nicht mehr aufhören mit Schnitzen. Es ist wie eine Sucht, die immer wieder auf der Anlage nach Einbaumöglichkeiten einer Mauer sucht.

 

Für die farbliche Gestaltung benutze ich Dispersionsfarben.

Zuerst wird eine Grundfarbe aufgestrichen, die rot, gelb oder grau bis schwarz sein kann.

 

Dann wird entweder eine sehr dunkle oder eine sehr helle dünnflüssige Farbe aufgestrichen und mit einem Schwamm oder Tuch wieder abgewischt, so daß nur in den Fugen die Farbe stehen bleibt.

Und nun gut trocknen lassen.

  Mit fast trockener Farbe wird die Mauer "verschönert". Von Vorteil ist es, sich in der Natur umzusehen, um die unterschiedlichen Farbschattierungen beim Vorbild zu erkennen.
  Dreck, Wasserspuren, Moose und Flechten, alles kann nachgebildet werden. Übung macht hier den Meister.
   So könnte eine fertige Mauer aussehen.

Mit einer ebenso behandelten Mauerkrone kann man hier eine eingebaute Mauer sehen. Bei den Ecken muß man auf den fortlaufenden Verband achten.

Zur Verankerung nehme ich Zahnstocher, die in das Styrodur und in Erde gestoßen werden. Außerdem sollte man noch Erde, Splitt oder dergleichen anschütten, damit die Mauer nicht beim ersten Igel- oder Katzenbesuch umfällt.

Eine gelbliche Version zur Begrenzung der Laderampe.
Bei diesem Widerlager für eine Brücke wurde der Verband etwas unreglmäßiger gestaltet.
Die rötliche Version dient zur Begrenzung der Auffahrrampen des Güterschuppens (kommt noch in die Mitte auf die hellgraue Fläche).

 

Selbstbauten

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